Willkommen bei Bayer bee care

Monitoring

Monitoring-Ansätze liefern wertvolle Informationen über die Sicherheit von Pflanzenschutzmitteln, indem sie mögliche Auswirkungen der untersuchten Produkte bei realistischen Feldbedingungen der agronomischen Praktiken untersuchen. Im Unterschied zu Laborergebnissen oder anderen, möglicherweise lower-tier Ergebnissen haben Monitoring-Daten den Vorteil, dass sie einen Einblick in die wirklichen Vorgänge gewähren und keine Hochrechnungen erfordern, die zu Unsicherheiten bei der Bewertung führen könnten. Monitoring zeigt die unverfälschten praktischen Bedingungen.

Daher ist das Beobachtungsniveau anders als bei Studien über ökotoxikologische Auswirkungen – Beobachtungen sind weniger detailliert als beispielsweise Feldstudien, sie beinhalten jedoch eine größere Beobachtungsreihe. Es gibt aktive und passive Monitoring-Systeme. Das aktive System basiert auf Felderfassungen, um festzustellen, ob eine bestimmte Verwendung schädliche Auswirkungen auf den untersuchten Organismus hat. Das passive System zeichnet mehr oder weniger systematisch Vorfälle von Schädigungen auf, die durch die Produkte verursacht wurden, ungeachtet dessen, wo diese überwacht wurden.

Es gibt Monitoring-Systeme in vielen europäischen Ländern, die sich entweder auf die Ermittlung von Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Bienen konzentrieren oder Bewertungen beinhalten, die wichtige Informationen über eventuelle Verbindungen zwischen der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln und der Schädigungen von Bienenvölkern liefern.

Partnership and Projects

Ein Beispiel hierfür ist das Deutsche Bienenmonitoring (DeBiMo), ein Projekt, das 2004 ins Leben gerufen wurde. Bei diesem Monitoring-Programm werden mehr als 1000 Bienenvölker in allen Teilen des Landes über viele Jahre intensiv überwacht und beobachtet. Im Rahmen dieser Untersuchung werden alle Faktoren bewertet, die die Gesundheit der Bienenvölker beeinflussen könnten. Dazu gehören beispielsweise Krankheiten, Parasiten, aber auch Belastungen durch Pestizidrückstände wie Neonikotinoide und Kulturen, die mit Neonikotinoiden behandelt wurden.

Die Ergebnisse zeigen klar, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Belastung der Bienenvölker durch Pestizidrückstände im Bienenstock und der Sterblichkeitsrate der Bienenvölker gibt. Des Weiteren konnte kein Zusammenhang zwischen der Sterblichkeitsrate der Bienenvölker und deren Belastung durch Pflanzen, die intensiv mit Pestiziden behandelt wurden, wie beispielsweise Ölraps, gezeigt werden. Vergleichbare Monitoring-Programme in vielen Ländern wie Frankreich, Belgien, Österreich, der Schweiz, Spanien und den USA führten zu ähnlichen Ergebnissen.

Back To Top