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Lehren aus der Vergangenheit

Eine kleine Geschichte des Bienensterbens

Die Beziehung zwischen Mensch und Honigbiene ist bereits Jahrtausende alt, obwohl die frühesten Berichte über Bienensterben aus Irland erst aus dem Jahr 950 n. Chr. stammen. Historische Aufzeichnungen aus dem Mittelalter berichten wiederholt vom Verlust von Bienenvölkern in großem Maßstab und gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts begannen Wissenschaftler damit, die Gründe für die wiederholten Fälle des Massensterbens bei Bienen zu untersuchen. Die dabei am häufigsten ausgemachte Ursache waren ungünstige Wetterbedingungen. Dennoch könnten Faktoren wie Pathogene oder Parasiten ebenfalls eine Rolle gespielt haben.

Die älteste aufgezeichnete Einfuhr der westlichen (oder europäischen) Honigbiene (Apis mellifera) auf den amerikanischen Kontinent fand 1621 statt und seit dieser Zeit war das Bienensterben stets Objekt der Beobachtung und wissenschaftlicher Forschung – bis heute, da der so genannte Colony Collapse Disorder (CCD) 2006 erstmals in den Vereinigten Staaten beobachtet wurde. Es gab massive Verluste von Honigbienenvölkern in bestimmten Regionen Europas und Nordamerikas während oder gleich nach den Wintermonaten, in denen die überwinternden Honigbienen sich in ihren Bienenstock zurückziehen und nicht draußen nach Nahrung suchen können. Dies liegt möglicherweise an der Intensivierung der Bienenhaltung in den USA, der Verbreitung der parasitischen Milbe Varroa destructor und den tödlichen Viren, die diese überträgt.

Insgesamt war die Anzahl der bewirtschaften Honigbienenvölker in den vergangenen zehn Jahren in Nordamerika entweder relativ stabil oder zeigte ein positives Wachstum. In Europa ist die Anzahl der Bienenvölker mit 15-16 Millionen Bienenstöcken relativ stabil. Interessanterweise ist die Anzahl der weltweit bewirtschafteten Honigbienenvölker in den vergangenen 50 Jahren um etwa 45 % angestiegen.

Infographic showing global increase in honey bee colony losses

Neben den Honigbienen gibt es weltweit circa 30.000 weitere Bienenarten, darunter Solitärbienen und Hummeln, die ebenfalls zur Bestäubung unserer Bepflanzungen und Blumen beitragen. Einige Spezies nehmen zahlenmäßig ab, hauptsächlich durch veränderte Bodennutzung und Einschränkung ihres Lebensraums, in dem sie ihre Nahrung beziehen und Schutz und Brutplätze finden. Für viele Solitärbienen gibt es nur wenige historische Aufzeichnungen über deren Populationsdichte und Vorkommen in der Vergangenheit, sodass es schwierig ist, zu bestimmen, ob deren heutige Populationszahlen abnehmen, oder nicht.

Eines ist allerdings klar. Bienen sind wie die meisten bestäubenden Insektenarten in großen Teilen der modernen Welt vielerlei Belastungen ausgesetzt. Der Bedarf nach immer mehr Nahrungsproduktion für den Konsum durch den Menschen hat zu einer intensivierten Landwirtschaft geführt, was zweifellos einen Beitrag zur Verringerung von Populationsdichte und Pflanzenvielfalt geleistet hat. Die Auswirkungen von Wetter, Parasiten und Krankheiten, der Mangel an geeigneten Brutstätten, landwirtschaftliche und Imkereipraktiken sowie die Belastung durch Chemikalien in der Umwelt sind allesamt an der schlechten Situation der Bestäubungsinsekten beteiligt.

Lesen Sie den vollständigen Aufsatz:

“Das Bienensterben und seine Bedeutung heute"

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