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Soziale Gene

Wissenschaftler erforschten, was Bienen sozial macht

16. Jun 2015
Das Sozialverhalten von Bienen wird von einem komplexen Genverbund gesteuert.

Ein international zusammengesetztes Team von Wissenschaftlern hat erforscht, wie das Sozialverhalten von Bienen genetisch gesteuert wird. Die Forscher aus Europa, Asien und Amerika haben dazu zehn Genome unterschiedlicher Bienenarten untersucht, deren Sozialverhalten verschieden stark ausgeprägt ist.
 
Die Studie legt nahe, dass mehrere Genverbunde die soziale Organisation von Bienen steuern. Je komplexer die sozialen Strukturen der Bienenart sind, desto mehr Gene sind beteiligt – und desto mehr Mechanismen zur Genregulation scheint es zu geben. Beispielsweise fanden die Forscher bei höherem Sozialisierungsgrad mehr Bindestellen, an denen ein Gen an- oder abgeschaltet wird. Ein faszinierendes Ergebnis für die Studienleiterin Karin Kapheim von der Utah State University. Sie sieht den Wechsel von solitärer Lebensweise, wie bei vielen Wildbienen, zu Eusozialität, wie etwa bei Honigbienen, als „einen der wichtigsten Übergänge in der  Evolution.“
 
„Es gibt nicht das eine Gen, das Bienen sozial macht“, fasst Prof. Dr. Moritz vom Institut Biologie der Martin-Luther-Univesität Halle-Wittenberg die Forschungsergebnisse zusammen. Vielmehr scheint ein komplexes Zusammenspiel aus Gensequenzen und Regulationsmechanismen am Werk zu sein.

Mehr Details finden Sie in der Meldung des Informationsdienstes Wissenschaft.

Hier finden Sie den Artikel des Scientist Magazine.

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