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Schwund bevorzugter Pollenquellen ein Schlüsselfaktor bei Bienenverlusten

Niederländische Forscher analysierten Pollen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

04. Dez 2014
Bienenweide, Nahrungsgrundlage für Bestäuber und andere Nützlinge

Das Forscherteam um Jeroen Scheper untersuchte eine Insektensammlung des Naturkundemuseums in den Niederlanden. Der Pollen auf den Insektenkörpern 57 verschiedener Wildbienenarten stammte aus der Zeit vor 1950. Die Forscher fanden heraus, dass die Insekten jeweils bestimmte Nahrungspflanzen bevorzugten.

Sie konnten zeigen, dass der Rückgang der Pflanzenvielfalt mit einem Rückgang bestimmter Honigbienen- und Wildbienenarten einherging, die durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die Klimaveränderung in der Region ihre bevorzugten Nahrungsquellen verloren.

Besonders betroffen waren jene Bestäuberarten, die erst spät im Jahr auf Nahrungssuche gingen, vermutlich, weil sie weniger Trachtalternativen haben, wenn Sträucher und Bäume keine Blüten mehr tragen. Größere Bestäuberarten wie beispielsweise die Hummel waren ebenfalls betroffen, wohl weil sie eine höhere Pollenmenge zum Überleben benötigen.

Stabile oder wachsende Populationen wurden bei jenen Arten gefunden, die bevorzugt landwirtschaftliche Anbaukulturen als Nahrungsquelle anfliegen.

„Diese Ergebnisse zeigen: Wenn man Bienenverlusten entgegenwirken will, können die Maßnahmen nur dann effektiv sein, wenn sie die Nahrungspflanzen im Visier haben, die für die schwindenden Arten von Bedeutung sind“, so das Fazit der Studie.

Bayer hat in der Vergangenheit immer wieder betont, dass Nahrungsmangel ein Schlüsselfaktor ist. Im Verbund mit anderen Faktoren wie dem Wandel bei Witterungsverhältnissen und Schädlingsdruck kann der Nahrungsmangel die Bestäubergesundheit deutlich beeinträchtigen.

Aus diesem Grund hat das Unternehmen eine europaweite Initiative zum Pflanzen von Blühstreifen ins Rollen gebracht. Zur Unterstützung dieses Engagements bietet Bayer eine besonders bienenfreundliche Saatmischung – die Bayer Bienenweide – an, die in Gartencentern erhältlich ist. Damit will Bayer Gemeindeverwaltungen, Landwirte, Balkonbesitzer und Hobbygärtner dabei unterstützen, Blumen zu pflanzen, die Bestäubern und anderen Nützlingen zugutekommen.

Außerdem hat Bayer in einem mehrjährigen Feldversuch in Deutschland zeigen können, wie man in den Agrarbetrieben bereits mit kleinen Maßnahmen große Effekte erzielen kann – nicht nur für das Wohlbefinden der Insektenpopulationen, sondern auch für die Gewinnbilanzen der Landwirte.

Die Studie  des niederländischen Forschungsteams wurde auf der Website von PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) veröffentlicht.

Titel der Studie: „Museum specimens reveal loss of pollen host plants as key factor driving wild bee decline in the Netherlands“.

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