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Schädlingsbefall: Europas Ölrapsernte bedroht

10. Feb 2015
Schädlingsbefall: Europas Ölrapsernte bedroht

Schädlingsbefall: Europas Ölrapsernte bedroht

Aufgrund von Mutmaßungen über Auswirkungen  auf Bienen hatte die EU Ende 2013 den Einsatz  von Neonikotinoiden in Europa  eingeschränkt.   Seitdem müssen die europäischen Landwirte auf ältere Wirkstoffe zurückgreifen, die häufig weniger effektiv sind, weil viele Schädlinge inzwischen Resistenzen gegen sie entwickelt haben. „Wenn wir einen Wirkstoff verlieren, dann wird der Druck auf die verbleibenden Wirkstoffe umso größer“, beklagt Landwirt Martin Jenkins, der auf seiner 300 ha-Ölsaatfarm nahe Cambridge zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt Erdflöhe gesehen hat.  

Die Konsequenz  aus der EU-Entscheidung ist ein ungewöhnlich hoher Schädlingsbefall, der die diesjährige Ölsaaternte in Europa  um 15 Prozent senken könnte, berichtet Bloomberg-Reporterin McFerron unter Berufung auf das Hamburger Forschungsinstitut Oil World.

Nach dem Dezemberbericht von Oil World könnte der Ölsaatertrag 2015  auf ein Dreijahrestief von 20,5 Mio. metrischen Tonnen fallen – ein starke Einbuße nach dem Rekord von 24 Mio.t im vergangenen Jahr. 

Entsprechend zogen die Ölsaatpreise für Februar in der letzten Woche stetig an, an der Euronext in Paris um 0,5% auf 362 Euro/t. Die Preise für französisches Getreide und spanische Sonnenblumen könnten ebenfalls steigen, so die Interessenvertretung der europäischen Landwirtschaft in Brüssel, Copa-Cogeca. 

In Deutschland haben die Rapserzeuger in dieser Saison mindestens zweimal mit alternativen Wirkstoffstoffen aus der Pyrethroid-Gruppe spritzen müssen, erläuterte Manuela Specht, Abteilungsleiterin bei der Ölsaathandelsgruppe UFOP in Berlin. In den vergangenen Jahren mussten sie dagegen nur einmal –  oder überhaupt nicht – spritzen, ergänzte sie. Eine Studie der University of London zeigte zudem im vergangenen Jahr, dass der andauernde Kontakt mit einigen Pyrethroiden das Bienenwachstum hemmen kann.

Es scheint also, dass es  den Bienen durch die Einschränkung keineswegs besser geht. Es stellt sich die Frage, wer die Gewinner der EU-Entscheidung sind? Angesichts  sinkender Ernten und entsprechend steigender Preise für wichtige Anbaukulturen sind es wohl auch weder die Landwirte noch die Verbraucher.

Aber die aktuelle Lage gibt vielleicht einigen Menschen zu denken – vor allem morgens, wenn sie Getreidemüsli oder Honigbrot zum Frühstück genießen.   

Den kompletten Artikel finden Sie hier:  
http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-01-08/bugs-invade-europe-as-save-bees-cry-spurs-pesticide-ban

Die Meldung wurde auch von anderen Medien aufgenommen:
http://www.irishexaminer.com/business/european-bug-infestation-may-cut-rapeseed-harvest-by-15-306485.html



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