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Parasit schwächt Bienenvölker

Internationale Grüne Woche

27. Jan 2015
Je mehr Blumen wachsen, desto glücklicher unsere Bienen: Am Glücksrad gibt es eine Saatgutmischung zu gewinnen – für einen bienenfreundlichen Garten.

Das Glücksrad rattert und dreht sich: Zu gewinnen gibt es ein Päckchen Apis-Vitalis Saatgut für eine Bienenweide. Rundum zieren informative Plakate mit schwirrenden Bienen und bunten Blumen den Treffpunkt Bienengesundheit auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Auf dem Monitor erklärt ein Video die Ursachen des sogenannten „Bienensterbens“. Und mitten auf dem 20 m² großen Stand betreut Fred Klockgether die interessierten Gäste. Der Berater für Bienengesundheit informiert Besucher und diskutiert mit Imkern und Landwirten darüber, wie die Bienengesundheit verbessert werden kann. Das Hauptthema ist auch dieses Jahr wieder: die Milbe Varroa destructor. „Die meisten Menschen haben noch nie von dem Parasiten gehört, der für die Honigbiene tödliche Viren überträgt“, sagt Klockgether. „Ihnen muss man dringend erklären, woran unsere Honigbienen wirklich leiden.“

Moderne Landwirtschaft und Pflanzenschutzmittel werden häufig für die Bienenvölkerverluste in Europa verantwortlich gemacht. Aber die Experten am Infostand setzen die Fakten in Relation: Laut dem Julius-Kühn-Institut werden in Deutschland jährlich nur wenige hundert Bienenvölker durch fehlerhafte Pflanzenschutzmittelanwendungen geschädigt – eine Zahl, die weiter verringert werden soll. Der Deutsche Imkerbund rechnet in diesem Jahr bis zur Auswinterung mit einem Völkerverlust von mindestens 30 Prozent – also 300.000 Bienenvölkern. Klockgether: „Imker, denen es um das Bienenwohl geht, und nicht um die Bienen-Politik, wissen sehr wohl, dass die Verluste der Varroa-Milbe und nicht der Landwirtschaft geschuldet sind. Tatsache ist, dass es bisher keine standardisierte Therapie gegen die Milbe gibt, die für jeden Imker praktikabel ist.“ Auf der Messe informieren sie sich über Vor- und Nachteile der aktuell vorhandenen Behandlungskonzepte. Die Berater am Treffpunkt stehen den Fachbesuchern hierfür als qualifizierte Bienenexperten zur Seite.

Täglich kontaktieren bis zu 1.000 Besucher den Messestand – daraus entstehen zahlreiche Fachgespräche. „Es ist sehr positiv, dass wir hier neben den Imkerverbänden vertreten sind. So entsteht ein ausgewogenes Meinungsbild“, resümiert Klockgether.

Und auch um den Nachwuchs kümmern sich die Bienenexperten: Schul- und Kindergartengruppen bestaunen die riesigen Modelle einer Biene und der bedrohlich wirkenden Varroa-Milbe. Der Hit für die Kids ist das Büchlein „Tobi und die Bienen" Und das Bienenweidesaatgut wird diesen Sommer den einen oder anderen Schulgarten zum Wohle der wichtigen Insekten beblühen.

Alles über die Internationale Grüne Woche: http://www.gruenewoche.de

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