Willkommen bei Bayer bee care

Hohe Winterverluste bei Honigbienen

Experten befürchten, dass 30 Prozent der Bienenvölker nicht überlebt haben

01. Apr 2015
30 Prozent der Bienenvölker in Deutschland haben den Winter vermutlich nicht überlebt.

Dieser Winter hat außergewöhnlich viele Bienen das Leben gekostet, schätzt der Imkerbund: Die Experten gehen davon aus, dass in Deutschland etwa ein Drittel der Völker gestorben sein könnten.

„Bei rund 700.000 Honigbienenvölkern in Deutschland sind das etwa 200.000 Völker, die wir als Winterverluste zu verzeichnen haben“, sagt Peter Trodtfeld, Imker und Bienenexperte im Bayer Bee Care Center. „Mit verlässlichen Zahlen rechnen wir aber nicht vor April bis Mai 2015.“ Im Juli wird voraussichtlich eine internationale Studie über Winterverluste bei Honigbienen von COLOSS, einer Gruppe weltweiter Wissenschaftler, veröffentlicht.
 
Letztes Jahr beklagten die deutschen Imker mit etwa zehn Prozent deutlich geringere Winterverluste bei ihren Völkern. Der Grund für die höheren Einbußen: Die Bienen sind bereits geschwächt in die kalte Jahreszeit gestartet, denn letztes Jahr war der Befall mit Varroa-Milben besonders hoch. Trodtfeld: „Schon im späten Herbst zeichnete sich ab, dass hohe Winterverluste zu befürchten sind. Und man muss diese Verluste, die wir jetzt sehen, als dramatisch hoch bewerten. In 2014 lagen die durchschnittlichen Werte lediglich bei acht Prozent.“
 
Hinzu kamen ungünstige Witterungsbedingungen: Das vergangene Frühjahr war sehr warm und brachten eine frühe Blüte, so dass die Bienen bereits im Sommer nicht mehr ausreichend Nahrung fanden – und teilweise hungerten. Das machte sie anfälliger für die Varroa-Milbe. Die Kontrolle der Varroa-Zahlen im Bienenstock vor dem Winter wird für die Imker eine immer wichtigere Aufgabe, um die Bienenvölker gut über den Winter zu bringen.
 
Weitere Artikel zu diesem Thema finden Sie auch hier auf welt.de und auf spiegel.de.

Back To Top