Willkommen bei Bayer bee care

Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die "Amerikanische Faulbrut"

15. Aug 2014
Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die "Amerikanische Faulbrut"

Die TU Berlin hat jüngst in einer Pressemitteilung einen Durchbruch bei der Erforschung des Erregers der „Amerikanischen Faulbrut“ bekanntgegeben. Dem Team um Prof. Dr. Roderich Süßmuth, Institut für Chemie der TU Berlin, und Dr. Elke Genersch, Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf, gelang es,  eine Gensequenz zu identifizieren, die auf ein ungewöhnliches und neuartiges Stoffwechselprodukt des Krankheitserregers (Paenibacillus larvae) schließen ließ. Entsprechende Tests zeigten, dass es sich bei dem Sekundärstoff um ein Antibiotikum handelt, das dem Bakterium hilft, sich im Darm der Bienenlarven gegen konkurrierende Mikroben durchzusetzen.

Jetzt testen die Wissenschaftler, wie dieses Wissen im Kampf gegen das Bienensterben eingesetzt werden kann. Häufig sind Sekundärstoffe wie das jetzt entdeckte Antibiotikum namens Paenilamicin essentiell für den Erfolg der Erreger und eignen sich daher gut als Entwicklungsansatz für mögliche Wirkstoffe, die das Bakterium bekämpfen können.

Die „Amerikanische Faulbrut“ ist eine anzeigepflichtige Krankheit, die nahezu weltweit vorkommt und  innerhalb weniger Wochen zum völligen Aussterben (Wegfaulen) der Bienenlarven führt. Die Ammenbienen füttern die Larven mit den Sporen des Bakteriums Paenibacillus larvae und stecken sie so an; erwachsene Bienen sind immun gegen die Krankheit. Trotz der enormen Schäden, die der Erreger anrichtet, sind die molekularen Vorgänge dahinter bislang weitgehend unerforscht. Damit ist die Bekämpfung dieser Krankheit derzeit nahezu unmöglich.

Für Imker weltweit ist daher die Nachricht der Forscher eine vielversprechende Perspektive, da sie einen Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die gefährliche Amerikanische Faulbrut darstellt.

Die Pressemitteilung der TU Berlin finden Sie auf der Webseite des Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Back To Top