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Forscher haben ein neues Bakterium entdeckt, das die Überlebenschancen von Bienenlarven verbessert

02. Jun 2015
Das neu entdeckte Bakterium unterstützt die Entwicklung von Bienenlarven, und erhöht ihre Überlebenschance

Wissenschaftler des Agricultural Research Service (ARS) des Carl Hayden Bee Research Centers sind auf einen unerwarteten Mitbewohner im Bienenstock gestoßen:
Die Molekularbiologin Vanessa Corby-Harris und der mikrobielle Ökologe Kirk E. Anderson haben dort ein neues Bakterium entdeckt und es Parasaccharibacter apium getauft. Die beiden Experten fanden das Bakterium vor allem im Gelee royale vor – einem wichtigen Futtermittel von Bienenlarven. Das Bakterium wurde auch im Honig sowie im Bienenkörper selbst gefunden.

Es ist bereits bekannt, dass es viele nützliche Bakterienarten in Honigbienenpopulationen gibt. Erwachsene Bienen profitieren am meisten von Bakterien, die ihnen helfen mit Stressfaktoren umzugehen – etwa Krankheiten oder Mangelernährung. Im Gegensatz zu diesen Arten scheint P. apium ausschließlich den Organismus von Bienenlarven zu unterstützen.

In Laborversuchen haben die beiden Wissenschaftler festgestellt, dass das Bakterium die Überlebenschancen von Larven um bis zu 20 Prozent erhöhen kann. Wie P. apium im Organismus der Larven wirkt, ist noch nicht genau geklärt: „Womöglich wirkt es sich auf den Säurehaushalt aus und senkt den pH-Wert, dann hätte es eine antiseptische Wirkung“, erklärt Corby-Harris, “oder es bewirkt eine Immunreaktion, die später gegen andere Krankheitserreger wirkt, welche die Larven angreifen.“

Die Forscher studieren weiterhin, welche nützlichen Effekte bestimmte Bakterien für einen Bienenstock haben – vielleicht könnten die Mikroorgansimen in Zukunft gezielt in der Bienenhaltung eingesetzt werden.

Lesen Sie hier mehr zur Forschung des ARS

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