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Heroin oder Kokain?

Fragen Sie Ihre Spürbiene!

20. Aug 2015
Bee senses may find other uses than just locating nectar and pollen.

Bee senses may find other uses than just locating nectar and pollen.

Die westliche Honigbiene überrascht die Forscher mit immer neuen Talenten.  Einem Wissenschaftlerteam der Universität zu Köln ist es gelungen, Honigbienen zum Aufspüren versteckter illegaler Drogen zu trainieren. Die Forscher glauben, dass  Bienen für den Job sogar besser geeignet sind als Spürhunde.

 

Die Argumente der Wissenschaftler: Mit ihren leistungsstarken Geruchsantennen seien die Bienen um ein Vielfaches sensitiver als Spürhunde. Ihre Ausbildung sei einfacher, schneller und kostengünstiger, und sie könnten länger im Einsatz bleiben als Hunde, die im 15-Minuten-Takt eine Pause benötigten. Außerdem ließen sich Bienen besser transportieren.

 

Und schließlich gebe es bei der heutigen Rechtslage noch einen weiteren praktischen Vorteil der Bienen gegenüber Hunden: Kürzlich haben zwei US-Staaten den Freizeitkonsum von Cannabis legalisiert, in vielen weiteren Staaten wurde er entkriminalisiert. Der Alarm eines Spürhundes liefert seitdem keinen ausreichenden Grund mehr, ohne Erlaubnis, Haftbefehl oder hinreichenden Verdacht eine polizeiliche Durchsuchung durchzuführen, denn die Hunde sind ausgebildet, auch bei Cannabis anzuschlagen. Die Hunde zu konditionieren, Cannabis zu ignorieren, sei allerdings schwierig und die Ausbildung neuer Hunde ist zeitaufwendig.

 

Drogentests unter polizeilicher Aufsicht

 

Die Testreihen mit den illegalen Drogen wurden im Kriminaltechnischen Institut Wiesbaden durchgeführt. Nachdem die Wissenschaftler die Reaktion der Honigbienenantenne auf reines Heroin und Kokain nachweisen konnten, ermittelten sie auch eine positive Korrelation zwischen der Antennenreaktion und unterschiedlichen Konzentrationen spezifischer Drogen. In einem nächsten Schritt wurden die Honigbienen konditioniert, das Vorhandensein von Heroin durch ein bestimmtes Verhalten anzuzeigen.

 

Das Wissenschaftlerteam kommt zu dem Schluss, dass konditionierte Bienen die Arbeit der Spürhunde im Rahmen  automatischer Drogenerkennungssysteme ergänzen oder sogar ersetzen könnten.

 

Quelle:Schott M, Klein B, Vilcinskas A (2015) Detection of Illicit Drugs by Trained Honeybees (Apis mellifera). PLoS ONE 10(6): e0128528. doi:10.1371/journal.pone.0128528

 

Akademischer Herausgeber: Wolfgang Blenau, University zu Köln

 

Die Studie wurde im wissenschaftlichen Online-Journal PloS One veröffentlicht.

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