Exposition der Umgebung durch die Dropleg-Technologie weiter reduziert

90% Abdriftminderung durch Dropleg jetzt offiziell bestätigt

08. Aug 2019
Das Gespann während der Studie zur Driftreduktion. Es konnte ein Landwirt in der Nähe Monheims gefunden werden, dessen Feld und Spritze wir nutzen konnten.

Das Gespann während der Studie zur Driftreduktion. Es konnte ein Landwirt in der Nähe Monheims gefunden werden, dessen Feld und Spritze wir nutzen konnten.

Zur Bayer-Strategie gehört es, innovative Ideen zu unterstützen, die nachhaltigen Nutzen bringen – nicht nur für Landwirte, sondern auch für die Umwelt. Die DroplegUL-Technologie ist ein perfektes Beispiel dafür, und Bayer unterstützt die Weiterentwicklung des Konzepts bereits seit Jahren.

Kern der Dropleg-Technologie ist eine Modifikation des mehrere Meter breiten Spritzgestänges, an das lange, hakenförmige Erweiterungen nach unten, die sogenannten Dropleg-Düsen, montiert werden. Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsaktivitäten arbeitet Bayer dabei eng mit dem Dropleg-Hersteller – der Lechler GmbH – zusammen, die 2017 mit ihrem Produkt den „European Bee Award“ in der Kategorie „Innovative technologische Lösungen“ gewonnen hat.

2018 hat Bayer in Abstimmung mit Lechler Abdriftversuche gemäß den Richtlinien des Julius Kühn-Instituts (JKI, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen) zur Eintragung von Pflanzenschutzgeräten als abdriftminderndes Gerät durchgeführt. Für die Versuche wurde Praxistechnik eines Landwirtes eingesetzt, die mit der Dropleg-Technologie ausgerüstet wurde.

Und in diesem Jahr freuen wir uns bekanntgeben zu können, dass dem Dropleg (ausgerüstet mit zwei neu entwickelten Zungendüsen - FT 90-03 POM) vom JKI eine 90%ige Abdriftminderung bescheinigt wurde. Diese Klassifizierung bezieht sich auf Anwendungen in Raps während der Blüte. Walter Mayer, Bayer-Experte für Applikationstechnik, erläutert: „Wir gratulieren der Lechler GmbH und sind zufrieden, dass Landwirte, die Pflanzenschutzmittel sicher und nachhaltig einsetzen, jetzt ein weiteres effektives und verbessertes Werkzeug für die Spritzapplikation während der Rapsblüte zurVerfügung haben, das hohe abdriftmindernde Standards erfüllt.“

Die Dropleg-Technology spritzt die Anbaukultur unterhalb der Blüten und reduziert den Kontakt von Bestäubern mit Pflanzenschutzmitteln.

Nachdem die Dropleg-Technologie jetzt als 90% abdriftmindernd klassifiziert wurde, besteht die Hoffnung, dass sie bei den Landwirten auf größere Akzeptanz stößt und häufiger genutzt wird, da ihr Einsatz in punkto Umweltsicherheit sehr empfehlenswert ist. Denn durch die Driftminderung bringt die Technologie Pflanzenschutzmittel sehr zielgenau auf die Anbaukultur aus, so dass die Exposition von Tieren und Pflanzen, die in der unmittelbaren Nachbarschaft des Feldes leben, deutlich gesenkt wird. Uwe Rabe, Bayer-Experte für Raps-Insektizide, ergänzt: „Da die Düsen unterhalb der Blüten spritzen, wird die Exposition von Bestäubern wie der Honigbiene gegenüber Pflanzenschutzmitteln zusätzlich verringert. Entsprechend niedriger sind auch die Rückstände in den Blüten bzw. in Nektar und Pollen und damit auch im Honig. Diese Technologie ist daher nicht nur für Landwirte und Imker eine gute Nachricht, sondern auch für Bestäuber.“ Neben der Driftreduzierung eine weiterer Vorteil, der es verdient genannt zu werden.

Die Bewertung der Dropleg-Technologie als Ansatz zur Minimierung der Exposition von Bienen gegenüber Pflanzenschutzmitteln war auch Teil des FIT BEE-Projekts, einer breiten Kooperation von Forschern und Industriepartnern, unterstützt vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Von 2011 bis 2015 wurde im Rahmen dieser Kooperation die komplexe Interaktion zwischen einzelnen Bienen, Bienenvölkern, Bienenkrankheiten und Umweltfaktoren untersucht.

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