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Eine ganze Branche ist schockiert

Bienenkrise bedroht Südafrikas Landwirtschaft

29. Mai 2015
Einige südafrikanische Imker haben in diesem Jahr sogar mehr als die Hälfte ihrer Bienen verloren und haben Probleme, die Bestäubungsaufträge der Agrarbetriebe zu erledigen.

Einige südafrikanische Imker haben in diesem Jahr sogar mehr als die Hälfte ihrer Bienen verloren und haben Probleme, die Bestäubungsaufträge der Agrarbetriebe zu erledigen.

Die südafrikanische Biene ist widerstandsfähiger als andere Bienenspezies und war bisher immer in der Lage, mit Krankheiten fertigzuwerden, die ins Land eingeschleppt wurden. Die Imker Südafrikas hatten sich daher auf die Überlebensfähigkeit ihrer Bienen verlassen und auf den Einsatz von Antibiotika verzichtet. Die Faulbrutkrankheit hat jetzt jedoch ein neues Kapitel für die Imkerei Südafrikas aufgeschlagen:

In diesem Jahr sind 40 Prozent der Bienenpopulation in der Westkap-Provinz der Krankheit zum Opfer gefallen. Dadurch ist die Existenz einer kompletten Industrie gefährdet, die mit Bestäubungsservice, Honig- und Wachsproduktion einen Wert von 20 Millionen Rand ausmacht. Die Krise ist ein Schock für die ganze Branche, so Sipho Kings vom „Mail & Guardian“ (M&G).

Einige südafrikanische Imker haben in diesem Jahr sogar mehr als die Hälfte ihrer Bienen verloren und haben Probleme, die Bestäubungsaufträge der Agrarbetriebe zu erledigen, berichtet Sipho Kings und zitiert David Malan von der südafrikanischen Saatgut-Organisation mit der Befürchtung, dass die Krankheit zwar aktuell auf eine Provinz beschränkt sei, aber letztlich die gesamte Lebensmittelproduktion des Landes bedrohe.

Unterdessen hat das Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei angekündigt, man werde gemeinsam mit der Branche nach Lösungen suchen.

Amerikanische Faulbrutkrankheit
Die Amerikanische Faulbrut ist eine hochansteckende und ausgesprochen zerstörerische Krankheit. Sie befällt die Larven der Honigbienen. Die Faulbrutbakterien vermehren sich und führen zum Tod ihres Wirtsorganismus. Die tote Larve ist zu diesem Zeitpunkt Träger von über 100 Millionen infizierten Sporen. Andere Bienen infizieren sich mit der Krankheit, wenn sie den Stock säubern. Das Bakterium hat eine Lebenszeit von bis zu einem halben Jahrhundert.

Laut der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) stellt das Faulbrut-Bakterium sei etwa 100 Jahren ein Problem für die Bienenvölker dar und ist heute praktisch weltweit verbreitet. Große Imkereien behandeln infizierte Völker üblicherweise mit Antibiotika. Dadurch wird der unmittelbare Ausbruch der Krankheit gestoppt, so die FAO.

Hier geht es zum Online-Artikel des „Mail & Guardian“.

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