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Bienen mögen Koffein

Wie Pflanzen die Nektarvorlieben der Bienen ausnutzen

27. Jan 2016
Blüten locken Bienen nicht nur mit Farben, Düften und zuckerhaltigem Nektar an – auch Koffein ist für die Insekten attraktiv

Honigbienen bevorzugen Nektar, der Koffein enthält – auch wenn in ihm weniger Zucker steckt und er damit eigentlich für die Insekten minderwertiger ist.
Das fanden Forscher von der University of Sussex und der Universität Bern heraus. Sie folgern daraus, dass Pflanzen die Koffeinvorliebe der Bienen nutzen, um sie anzulocken.
 
„Wir beschreiben einen bisher unbekannten Weg, wie Pflanzen mit Hilfe von sekundären Stoffen im Nektar Honigbienen dazu bringen können, diese Pflanze zu bevorzugen und ihre Artgenossen dorthin mitzubringen – auch wenn die Pflanze ansonsten minderwertigen Nektar anbietet“, fasst Margaret Jane Couvillon von der Universität Sussex zusammen.
 
Sie untersuchte gemeinsam mit Roger Schürch von der Universität Bern, wie Bienen auf eine Zuckerwasserlösung reagierten, die mit Koffein versetzt war. Das Ergebnis: Die Bienen sammelten im Vergleich zu koffeinloser Kost mehr Nahrung, lockten weitere Bienen an und kehrten immer wieder zu der Futterquelle zurück. „Wir waren überrascht, welchen durchgängigen Effekt das Koffein auf die Nahrungssuche und die Rekrutierung hatte. Insgesamt bindet Koffein den Bienenstock stärker an eine Futterquelle, als wenn eine vom Zuckergehalt her gleichwertige Futterquelle angeboten wird“, sagt Schürch.
 
Die Forscher vermuten, dass die Pflanzen den Effekt auf Bienen gezielt ausnutzen – und so den Zuckergehalt in ihrem Nektar weiter reduzieren können. Das wollen die Wissenschaftler nun weiter erforschen.

Lesen Sie hier die Nachricht vom Informationsdienst Wissenschaft.
 

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