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Neonicotinoide

Der Einsatz von neonikotinoidhaltigen Insektiziden in der Landwirtschaft wurde vielfach als Revolution bewertet, da sie den Landwirten eine besonders anwendungssichere und umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung ermöglichen. Trotz dieser Vorzüge gibt es Interessengruppen, die hinsichtlich dieser Klasse von Insektiziden eine andere Meinung vertreten. Was hat zu dieser Sichtweise beigetragen, und wie sieht unsere Meinung hierzu aus?

Men standing in a rapeseed field

Neonikotinoide wurden vor rund zwei Jahrzehnten erstmals auf den Markt gebracht. Die Akzeptanz für diese wichtige Insektizidklasse war groß, denn sie bot Landwirten weltweit ein effektives Instrument zur Bekämpfung von bedeutsamen Schädlingen, die Resistenzen gegen andere Insektizide auf dem Markt entwickelt hatten.

Neonikotinoidhaltige Produkte von Bayer kommen bei unterschiedlichen Anwendungsarten zum Einsatz, so auch als Spritzmittel und in der Saatgutbehandlung. Die systemische Saatbeize schützt den Keimling von Anfang an: Die Wirkstoffe werden von ihm aufgenommen und bieten ihm so in einem frühen Wuchsstadium Schutz gegen Boden- und Blattschädlinge.

Produkte auf Neonikotinoid-Basis konnten zahlreiche ältere Pflanzenschutzmittel ablösen, denn sie sind wirksam gegen Schädlinge, bieten eine ausgezeichnete Anwendersicherheit und haben ein günstiges Umweltprofil.

Forscher der Universitäten Wageningen, Gent und Amsterdam sind zu einem anderen Schluss gekommen: Eine vor einigen Jahren veröffentlichte Studie hat zum ersten Mal 15 Jahre Forschung über Neonikotinoide und ihre mögliche Gefährdung der Bienen zusammengefasst. Die Schlussfolgerung: Während im Labor und unter anderweitig unrealistischen Forschungsbedingungen viele Studien subletale und andere Effekte beschreiben, wurden im Feld unter realistischen Einsatzbedingungen zu keinem Zeitpunkt negative Auswirkungen auf Bienenvölker beobachtet. Auch eine jüngst durchgeführte Kausalanalyse amerikanischer Wissenschaftler kommt zu dem Schluss, dass Neonikotinoide als Ursache für eine erhöhte Bienensterblichkeit unwahrscheinlich sind.

Neonicotinoides infographic

Dieses Ergebnis deckt sich mit vielen groß angelegten multifaktoriellen Studien u. a. in den USA, Österreich, Belgien, Kanada, Frankreich und Deutschland. Sie haben gezeigt, dass eine schlechte Bienengesundheit mit Varroa-Milben, Viren und vielen anderen Faktoren korreliert, nicht jedoch mit dem Einsatz von Insektiziden.

In der Laborforschung steht die Reaktion einzelner Bienen auf unterschiedliche Konzentrationen des Wirkstoffs – bis hin zur bewussten Überdosierung – im Vordergrund. Diese Forschungsarbeiten sind zwar für die Produktcharakterisierung von Nutzen, aber die Ergebnisse lassen sich nicht auf die realen Expositionsbedingungen im Feld übertragen. Man muss daher genau hinschauen, um die richtigen Schlussfolgerungen aus den Laborergebnissen und den Resultaten von Studien, deren Design nicht die Realität widerspiegelt, zu ziehen.

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