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Völkerverluste

Bienenverluste sind kein neues Phänomen.

Bayer Bee Care - Bee colony losses

Die Populations­entwicklung der von Imkern betreuten Honig­bienen­völker wird in erster Linie durch sozio­ökonomische Faktoren bestimmt. In Europa und Nordamerika war die Entwicklung in den letzten zehn Jahren stabil.

Seit Jahrhunderten werden Völkerverluste in großem Ausmaß in der Bienenpopulation beobachtet. Starke Völkerverluste gab es beispielsweise schon 1906 auf einer kleinen Insel Isle of Wight vor der Südküste Englands.

Wie später Wissenschaftler herausfanden, waren die Bienen damals mit dem chronischen Bienenparalysevirus und einer Tracheenmilbe infiziert. Die Krankheit breitete sich rasant aus und löschte fast die gesamte Honigbienenpopulation in Großbritannien aus. 1975 wurden in Mexiko hohe Verluste beobachtet basierend auf einer Kombination von Faktoren wie beispielsweise Krankheiten und Nahrungsmangel. Man nannte die beobachteten Phänomen auch „Disappearing Syndrome“ („Bienenschwundsyndrom“). Der Begriff „Völkerverluste“ beschreibt allgemein den Untergang von Bienenvölkern unabhängig von den Ursachen oder spezifischen Symptomen.

Anders verhält es sich mit dem Begriff „Colony Collapse Disorder“ (CCD), mit dem US-Bienenwissenschaftler eine einzigartige Kombination klar definierter Symptome, die fast ausschließlich in den USA vorkommt, beschreiben. Von allen Völkerverlusten, die sich jährlich ereignen, können nur sehr wenige CCD zuordnet werden. In Europa tritt CCD fast überhaupt nicht auf.

Die Bienenhaltung verzeichnet in einigen Regionen der Welt einen allgemeinen Rückgang. In Teilen von Europa und den USA war dieser Rückgang stärker zu beobachten. Viele Imker in diesen Ländern haben aufgrund von verschiedenen Lebensumständen wie hohes Alter, Nachwuchssorgen oder dem starken Wettbewerb durch billigen importierten Honig entschieden, die Bienenhaltung aufzugeben. Im Gegensatz zu der Situation in Europa und Nordamerika ist jedoch die Anzahl der Honigbienenkolonien in den letzten 50 Jahren in Asien, Afrika und Lateinamerika stark gestiegen, so dass die Gesamtpopulation weltweit um mehr als 45 Prozent gestiegen ist.

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