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Wo Bienen Nektar finden

Nature veröffentlicht große Nektar-Studie aus Großbritannien

24. Mrz 2016
Unterschiedliche Bienenarten mögen den Nektar von Bluten.

Nektar ist ein wichtiger Energielieferant für bestäubende Insekten wie Bienen. In  Großbritannien produzieren vier Pflanzen die  Hälfte aller Nektarvorräte: Heidekraut, Graue Heide, Weiß-Klee, und die Sumpfkratzdistel. Das ergab kürzlich eine Studie der University of Bristol in Kooperation mit der University of Leeds, dem NERC Center for Ecology & Hydrology in Lancaster sowie dem wissenschaftlichen Unternehmen Fera Science Ltd. in der Nähe der englischen Stadt York. Die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Nektar-Studie veröffentlichten die Forscher in der Februar-Ausgabe des Fachmagazins „Nature“.

Die Forscher untersuchten dafür in England und Wales 270 der häufigsten Pflanzenarten, die zugleich als attraktiv für Bestäuber gelten. Tagsüber sammelten die Wissenschaftler Nektarproben aus zehn einzelnen Blüten jeder Pflanzenart. Mithilfe eines Handmessgeräts bestimmten sie dann die Zuckerkonzentration im Nektar und berechneten, wie viel Zucker die jeweiligen Blüten innerhalb eines Tages produzieren können.

In Großbritannien fehlten bislang quantitative und wissenschaftlich fundierte Daten über die nationale Verfügbarkeit von Blütennektar. Das veranlasste die Forscher zu der gemeinsamen Untersuchung. Sie fanden heraus: Vegetationen, die sich aus unterschiedlichen Gräsern und Kräutern zusammensetzen bieten den optimalen Lebensraum für Bestäuber. Dort finden sie pro Fläche den meisten und abwechslungsreichsten Nektar. Landwirtschaftlich genutzte Flächen bieten den bestäubenden Insekten dagegen oft zu wenig Nahrung.

Die Ergebnisse dieser Studie bekräftigen die Ansätze, für die Bayer sich langjährig einsetzt. Mit gezielten Maßnahmen will das Unternehmen Landschaften für Bienen und andere Bestäuber aufwerten und zusätzliche Nahrung und Lebensraum schaffen. Auf der Orchard Farm – einer von Bayers Feldstationen – in der Nähe von Cambridge in England entwickelt und testen Bayer-Forscher solche Maßnahmen: „Wir probieren hier aus, wie wir unsere Landnutzung – die nicht dem Ertrag dient – für Bienen und andere Bestäuber optimieren können, damit sie gesund bleiben und die Produktivität in der Landwirtschaft langfristig sichern können“, sagt Alice Johnston, die als Application and Stewardship Coordinator mitverantwortlich für das Integrated Farm Management auf der Orchard Farm ist.

Denn die Artenvielfalt von Bestäubern hängt unmittelbar von der Verfügbarkeit von Nahrungsressourcen ab – auch das wiesen die Forscher der Nature-Studie nach. Die Forscher fanden Belege dafür, dass zwischen 1930 und 1970 das Nektarangebot in England und Wales deutlich zurückging – dadurch sank auch die Artenvielfalt der Bestäuber. Seit 1987 haben sich die Nektarressourcen aber wieder stabilisiert und sind in den folgenden Jahren angestiegen – ebenso die Vielfalt der bestäubenden Arten in der Umgebung. Wird die Landwirtschaft durch beheimatete Pflanzenarten aufgewertet, kann das maßgeblich dazu beitragen, die Artenvielfalt von bestäubenden Insekten zu erhalten und ihre Gesundheit zu fördern.

Lesen Sie die vollständigen Studien in dem Nature Artikel „Historical nectar assessment reveals the fall and rise of floral recourses in Britain.“

In unserem BEENOW Artikel „Landschaften für Bienen“ erfahren Sie mehr über Bayers Maßnahmen zugunsten der Bestäuber.

Dr. Getrud Lohaus erforscht die individuelle Zusammensetzung von Bromelien-Nektar. Lesen Sie mehr darüber in unserem News-Artikel „Die Rezeptur von Nektar“.


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