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Wildbienen tragen Milliarden

Nur zwei Prozent der Wildarten waren für 80 Prozent der Bestäubungsleistung verantwortlich.

30. Jul 2015
Wildbienen tragen Milliarden

Wildbienen tragen Milliarden

Wildbienen tragen jährlich $ 3.000 pro Hektar zur Produktion von insektenbestäubten Ackerkulturen bei, erklärt Professor David Kleijn von der niederländischen Wageningen Universität, der eine fünf Kontinente umfassende Studie zur Artenvielfalt leitete. Erstaunlicherweise wird der Großteil dieses Bestäuberservice von einer kleinen Untergruppe wilder Bienenarten geleistet: Nur zwei Prozent der untersuchten Wildarten waren für 80 Prozent der Bestäubungsleistung verantwortlich.

 

Die gute Nachricht ist, dass diese dominante Bestäuberspezies sich durch einfache Naturschutzmaßnahmen leicht vermehren lässt. Die Studie ergab, dass eine Stärkung der Landschaftsdiversität die  Wildbienenzahl in den Ackerkulturen verdreifachen konnte. Zu den Maßnahmen, die in der Studie untersucht wurden, gehörte die Schaffung von natürlichem Lebensraum durch die Anlage von Blüh- oder Grasrandstreifen. Keinen stärkenden Einfluss auf die Populationsdichte der dominanten Bestäuberspezies hatte die Minderung der Spritzmenge von Pflanzenschutzmittel.  

 

Plädoyer für Artenvielfalt

 

Die Studie untersuchte außerdem die Auswirkung der Landwirtschaft auf verschiedene Wildbienenarten. Erwartungsgemäß ist die Expansion und Intensivierung der Landwirtschaft für Bestäuber von Ackerkulturen keine existentielle Bedrohung.

 

Allerdings sind  Wildbienen, die auf Nicht-Ackerkulturen spezialisiert sind, die ersten, die durch die Intensivierung der Landnutzung verdrängt werden. Diese Bienenarten benötigen extensiver genutztes Farmland und ziehen naturnahe Lebensräume vor: beispielsweise nicht-blühende Ackerkulturen, Grasland, alte Felder oder Hecken. Anzahl und Artenreichtum dieser Spezies gehen in dem Maße zurück, wie naturnahe Lebensräume verschwinden. Von den Naturschutzmaßnahmen in intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaften können sie nicht profitieren, schlicht und einfach, weil sie sich dort nicht aufhalten.  Maßnahmen, diese Wildbienenspezies zu stärken, müssen daher dort stattfinden, wo sie zu Hause sind, so die Studie.

 

Die Autoren schließen mit einem Plädoyer für die Aufrechterhaltung der Vielfalt aller Bienenarten – auch jener, die zwar für unser Ökosystem wichtig sind, aber nicht so sehr für die Landwirtschaft. Sie warnen Umweltschützer davor, ihre eigenen  Argumente zu untergraben, wenn sie für den Schutz der Bienenvielfalt nur wirtschaftliche Gründe vorbringen.

 

Bayer fördert bereits seit Jahren die Anlage von Blühstreifen. Das Ergebnis der Kampagnen in Europa und Nordamerika ist eine Fläche von fast einer Million Quadratmeter zusätzlicher Wildblumen.  

 

Weitere Informationen finden Sie in unserem Magazin BEENOW.

Ein Bericht über die Studie “Delivery of crop pollination services is an insufficient argument for wild pollinator conservation” von David Kleijn et al. ist im britischen Guardian erschienen:

http://www.theguardian.com/environment/2015/jun/17/bees-are-worth-billions-to-farmers-across-the-globe-study-suggests

 

Die komplette Studie finden Sie hier:

http://www.nature.com/ncomms/2015/150616/ncomms8414/full/ncomms8414.html

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