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Was Bienen krank macht

Bienen können an allen Krankheiten leiden

16. Apr 2015
Was Bienen krank macht

Was Bienen krank macht

Nach der Überwinterung ziehen Imker Bilanz über den Zustand ihrer Honigbienen. In Deutschland haben es vermutlich 30 Prozent der Honigbienenvölker nicht über den Winter geschafft. Andernorts ist die Zahl noch höher, beispielsweise in Kanada: In Ontario jab es im letzten Jahr Winterverluste von 58 Prozent. Häufig wurde der Einsatz von Neonicotinoiden dafür verantwortlich gemacht, dabei konnten unter normalen Feldbedingungen keine schädlichen Auswirkungen gezeigt werden. Ausschlaggebend für die Überwinterungschance der Honigbienen ist ihr Gesundheitszustand, den viele verschiedene Faktoren beeinflussen.

Die Gesundheit von Honigbienen hängt vor allem von ihrer Ernährung ab: Einige Monokulturen und ausgedehnte Grünflächen bieten zu wenig Nährstoffe. Dr. Andreas Schierling, Leiter der Fachabteilung Bienengesundheit beim Tiergesundheitsdienst Bayern, stellt hier den Zusammenhang her: Hat die Biene mit Mangelernährung zu kämpfen, erkrankt sie umso schneller. Auch der Schädling Varroa destructor schwächt die Biene und überträgt bereits bei Larven tödliche Krankheitserreger. Während ein Varroa-Befall für den Imker leicht zu erkennen ist, fehlt häufig die Expertise zur Diagnose von anderen Erkrankungen, durch Viren, Pilze und Parasiten. „Es gibt bei den Bienen nichts, was es an Krankheiten nicht gibt“, so Schierling. Die Insekten können sogar an Durchfall leiden. Darum berät Schierling Imker und Züchter bei Fragen zur Gesundheit ihrer Bienenvölker, wertet Proben aus und gibt Empfehlungen zur Behandlung.

Auch Witterungsbedingungen stellen zunehmend eine Herausforderung dar: In einigen Regionen herrschen extreme Wetterlagen – in Ontario war der Winter beispielsweise ungewöhnlich hart. Den Bienenstock bei so niedrigen Temperaturen warm zu halten, ist ein Kraftakt für die Honigbienen. Der erhöhte Energieverbrauch schwächt die Bienen und sie benötigen dadurch zusätzliche Nahrung. Entgeht das dem Imker und er stellt nicht mehr Nahrung zur Verfügung, können die Folgen für seine Bienenvölker fatal sein.

Neben Umweltfaktoren – wie Lebensraum, Ernährung und Wetter – beeinflussen auch die Haltungsbedingungen den Gesundheitszustand der Honigbienen. Insbesondere kommerziell genutzte Völker verlangen Fürsorge. Der Transport ist sehr stressig für die Tiere und durch die beengten Verhältnisse können sich Infektionen ausbreiten. Außerdem sind einige Pflanzen, wie die Heidelbeeren in Kanada, meist sehr nährstoffarm für die bestäubenden Bienen. Daher sollten Imker nach der Saison ihren Honigbienen etwas Ruhe gönnen, keinen Honig absammeln und ihnen Zuckerlösung zur Verfügung stellen, um ihnen beim Erholen zu helfen. Dann sind die Honigbienen bereit, sich gesund und gestärkt auf den nächsten Winter vorzubereiten.


Lesen Sie den ganzen Beitrag zur Bienengesundheit.

Informieren Sie sich über die Arbeit des Bienengesundheitsdienstes Bayern.

Lesen Sie den Artikel in der Financial Post

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