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Thiacloprid ist sicher für Bienenvölker

Die Entwicklung und Herstellung von bienensicheren Produkten ist Bayer ein besonderes Anliegen.

19. Feb 2015
Thiacloprid ist ein bienenfreundliches Mittel

Thiacloprid ist ein bienenfreundliches Mittel

Unsere Produkte werden gründlich und weit über die behördlichen Anforderungen hinaus auf ihre Bienensicherheit getestet. In diesem Kontext hat das Insektizid Thiacloprid ein besonders vorteilhaftes Umweltsicherheitsprofil, indem es eine sehr geringe Bienengiftigkeit aufweist.

Diese ist dadurch bedingt, dass die Bienen, anders als die meisten Schadinsekten, die durch das Mittel kontrolliert werden sollen, den Wirkstoff mithilfe ihres Enzymsystems sehr schnell abbauen können. Dies wurde durch unabhängige Prüfungen der deutschen Behörden bestätigt, die das Mittel als „nicht bienengefährlich“ einstufen.

Dies ist nicht nur durch umfangreiche Halbfreiland- und Freilandstudien belegt, sondern auch durch jahrelange Praxiserfahrungen. So wird Thiacloprid zum Beispiel seit Jahren auf über einer Million Hektar im Winterraps zur Schädlingsbekämpfung angewendet, dessen Nektar und Pollen eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Bienenvölker im Frühjahr sind. Aufgrund seiner Bienenfreundlichkeit kann das Mittel sogar während der Blütezeit appliziert werden. Trotz dieser großflächigen Anwendung über Jahre hinweg ist der zuständigen Behörde, dem Julius-Kühn-Institut, kein einziger Fall gemeldet worden, in dem ein Bienenvolk durch die Anwendung von Thiacloprid geschädigt worden wäre.

Sollte das Mittel tatsächlich in praxisrelevanten Konzentrationen den Orientierungssinn von Bienen massiv beeinträchtigen, wie befürchtet, hätte man dies in den Feldversuchen ebenso wie in der Praxis durch eine kontinuierliche Schwächung der Völker durch nicht zurückkehrende Sammelbienen beobachten können; derartige Effekte wurden allerdings nie festgestellt.

Die Studie von Professor Menzel ist uns wohl bekannt; sie verwendet ein wissenschaftlich sehr interessantes Verfahren zur Verfolgung des Fluges der Bienen. Leider wurden allerdings alle getesteten Substanzen in dieser Studie in Konzentrationen verabreicht, die um ein Vielfaches höher sind als die Konzentrationen, denen Bienen in der Umwelt begegnen können. Beispielsweise liegt die getestete Thiaclopridkonzentration über hundert mal über den höchsten Expositionskonzentration für Bienen, die unabhängige Wissenschaftler im Deutschen Bienenmonitoring, einer großangelegten Langzeitstudie zur Bienengesundheit, nachweisen konnten.

Dass solche überhöhten Testkonzentrationen Effekte haben können, ist nicht weiter verwunderlich! Dies wäre einem Szenario vergleichbar, in dem wir nicht zwei, sondern zweihundert Tassen Kaffee am Tag tränken – auch hier würden negative Effekte nicht ausbleiben. Allerdings haben solche Effekte nichts mit den realistischen Bedingungen zu tun, denen Bienen im Feld exponiert sind.

Aufgrund der oben geschilderten Tatsachen halten wir unsere Aussage, dass Thiacloprid nicht bienengefährlich ist , nach wie vor für gerechtfertigt. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass derartige Mittel, die ungiftig für Bienen sind, zur Verfügung stehen, gerade auch im Haus- und Kleingartenbereich. Wären solche Mittel nicht mehr verfügbar, würde man auf ältere Alternativprodukte zurückgreifen, die vielfach erheblich toxischer für Bestäuber sind – was sicherlich nicht im Sinne des Bienenschutzes wäre.

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