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So einfach wie essen!

Wie Bienen ihre Babys impfen

27. Aug 2015
Wie Bienen ihre Babys impfen

Wie Bienen ihre Babys impfen

Menschenmütter geben die körpereigenen Antikörper an ihre Kinder weiter und schützen sie so vor Krankheiten. Aber Insekten haben keine Antikörper – was also können Insektenmütter tun?
Ein internationales Forscherteam aus den USA und Skandinavien hat den Schlüssel gefunden: Es ist ein Protein im Bienenblut. Und so einfach funktioniert es: Wenn die Bienenkönigin den „Gelée Royale“ verspeist, nimmt sie gleichzeitig Bakterien auf, die aus dem Pollen und Nektar stammen, den die Arbeitsbienen draußen sammeln. Die Königin verdaut die Bakterien und lagert sie dann in einem Organ ein werden, das einer Leber sehr ähnlich ist. Teile der Bakterien werden dann an ein Blutprotein namens Vitellogenin gebunden und über die Blutbahn der Königin zu den Eierdepots in ihrem Körper geleitet. Das Ergebnis: Die Bienen sind bereits geimpft, bevor sie auf die Welt kommen. Es ist so einfach wie essen“, sagt Professor Gro Amdam von der Arizona State University School of Life Science, ein Ko-Autor der Studie. „Unsere unglaubliche Entdeckung basiert auf 15 Jahren Grundlagenforschung mit dem Vitellogenin.“
 
Neue Bienenimpfstoffe entwickeln
Jetzt, da der Mechanismus für natürliche Bienenimmunität gefunden wurde, hoffen die Forscher, in der Lage zu sein, essbare natürliche Vakzine zu entwickeln, um Bienen gegen weitere Krankheiten zu schützen. „Wir patentieren ein Verfahren für einen harmlosen Impfstoff, für die Kultivierung der Vakzine und für eine Technologie, mit der man sie in einem für Bienen schmackhaften Cocktail in das Bienenvolk einbringen kann“, so Ko-Autor Dalial Freitak von der Universität Helsinki.
 
Auswirkung auf die Lebensmittelproduktion
Alle eierlegenden Spezies tragen das Vitellogenin in ihren Körpern. Die Entdeckung des Wissenschaftlerteams könnte daher zusätzlich dazu beitragen, gefährdete Arten zu schützen und die Fisch- und Geflügelproduktion zu stärken. “Weil der Impfprozess auf natürliche Weise vonstattengeht, wäre der Prozess preisgünstig und letztlich auch einfach zu handhaben. Er hat das Potenzial die Lebensmittelproduktion zu verbessern und zu sichern“, ergänzt Gro Amdam.
 
Die Studie war eine Gemeinschaftsarbeit der Arizona State University, der University of Helsinki, der University of Jyväskylä und der norwegischen University of Life Sciences.   
Sie ist jetzt unter dem Titel: “Transfer of Immunity from Mother to Offspring Is Mediated via Egg-Yolk Protein Vitellogenin” im wissenschaftlichen Online-Journal PloS ONE erschienen. Die Autoren sind Heli Salmela, Gro V. Amdam, and Dalial Freitak.
 
Die Studie wurde von einer ganzen Reihe von Online-Portalen aufgegriffen, darunter von der Washington Post; der Arizona State University News, science & tech Sektion; und der Daily Mail.  
 

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