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Schädlinge in Schach halten

Eingeschleppte Schädlinge bedrohen die Gesundheit von Honigbienen

19. Aug 2015
Der kleine Beutenkäfer zerstört die Waben des Bienenstockes. Im schlimmsten Fall müssen die Bienen ihr zu Hause verlassen.

Wenn Imker Bienenvölker aus dem Ausland importieren, können sie neue Schädlinge einschleppen, von denen die Bienen in Deutschland bisher verschont geblieben sind. Besonders der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) ist gefürchtet: Die USA, Kanada und Australien hat der Käfer schon erobert und ganze Bienenkolonien dahingerafft. Auch in Italien gab es erste Vorkommnisse. Die Larven des Schädlings vermehren sich im Stock der Honigbienen und ernähren sich von Pollen und Honig – und verderben so die Vorräte der Bienen. Erwachsene Käfer fressen sogar die Bienenbrut.
 
Damit sich der Schädling nicht ungehindert nach Mitteleuropa ausbreitet, treffen einige Länder Maßnahmen zur Früherkennung. Bei Verdacht auf einen Befall der eigenen Bienen sollten Imker schnell gegenüber zuständigen Behörden Alarm schlagen, damit die Ausbreitung des Käfers gebremst werden kann. In der Schweiz werden aufgrund erster Verdachtsfälle bereits zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen: 180 Imker nehmen an dem Programm „Apinella“ teil und kontrollieren ihre Bienenstöcke gezielt auf Anzeichen des Kleinen Beutenkäfers. Denn über die sozialen Kontakte der Bienen könnte sich der Schädling rasant ausbreiten. „Auch wir beobachten die Ausbreitung sehr genau und müssen frühzeitig einschreiten, wenn der Kleine Beutenkäfer droht, sich über die Grenzen Italiens zu verbreiten“, sagt Peter Trodtfeld, Imker und Bienenexperte am Bayer Bee Care Center in Deutschland. Hat der Käfer sich erst einmal im Stock breit gemacht, ist es schwer, den Schädling wieder los zu werden. Denn der Einsatz von Insektiziden könnte auch für Bienen schädlich sein – sichere Bekämpfungsmittel müssen erst entwickelt und getestet werden. Seit Dezember 2014 gibt es aber beispielsweise in Italien keine neuen Meldungen mehr.
 
Die Honigbiene hat noch weitere Feinde, wie die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax), die bereits in Frankreich, Spanien, Belgien und Italien Jagd auf Bienen macht. Imker können ihre Bienen nur noch mit Gittern schützen, die den Angreifer aus dem Stock halten.
 
Für Imker wird es immer wichtiger, ihre Völker von Schädlingen zu befreien und die Bienen gesund zu pflegen. Und schon jetzt beginnen im Stock die Vorbereitungen für den Winter. Die Insekten fangen an, Vorräte zu sammeln, um die Kolonie für den Winter zu versorgen. Für Imker ist im Spätsommer und Herbst unter anderem eine Behandlung gegen den Parasiten Varroa destructor essenziell, damit seine Bienen die kalte Jahreszeit überleben. Denn die Milbe ist die größte Gefahr für die Westliche Honigbiene und der Hauptgrund für Winterverluste. Der Parasit schwächt sie, indem er das Bienenblut saugt und dabei tödliche Viren und Bakterien überträgt.
 
Der Kampf gegen lästige Schädlinge beschäftigt Imker rund um das Jahr. Nur indem er sein Bienenvolk genau beobachtet und gegen Milben und Parasiten behandelt, kann er sein Bienenvolk fit halten. Bayer interstützt die Imker mit seinem Bee Care Programm bei der Behandlung ihrer Bienenstöcke und entwickelt Produkte, um die Schädlinge einzudämmen, ohne die Bienen zu gefährden.

Die Welt berichtet: „Drei neue Schädlinge bedrohen heimische Bienen“.

Erfahren Sie mehr über die Varroa-Milbe, invasive Arten wie die Asiatische Hornisse und den Kleinen Beutenkäfer.

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