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Pollensuche: Sicheres Auge für Blütenschnäppchen

Hummeln landen nur auf Blüten, die eine attraktive Pollenausbeute versprechen

01. Okt 2014
Pollensuche: Sicheres Auge für Blütenschnäppchen

„Hummeln können aus Pflanzenmerkmalen wie der Farbe der Blütenblätter Rückschlüsse auf die Pollenqualität ziehen. Sie landen daher nur auf Blumen, bei denen sich die Mühe lohnt“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Universität Exeter.

Das Team von Dozentin Dr. Natalie Hempel de Ibarra konnte in einer Studie nachweisen, dass Hummeln schnell lernen, welche Blumen den nahrhaftesten Pollen für ihre Brut bieten und dass sie die Unterschiede bereits vor der Landung erkennen. Die Autoren der Studie schließen daraus, dass die Hummeln aus der Blütenfarbe erkennen können, welche Blumen einen Besuch wert sind.    

Diese besondere Fähigkeit der Hummel ist ein weiteres wichtiges Puzzlestück im großen Wissensbereich Bestäuberverhalten. Die Erkenntnisse lassen sich wissenschaftlich nutzen, um bienenfreundlichere Spritzprogramme und optimierte Gebrauchsrichtlinien für Insektizidanwender zu entwickeln.

Um weitere Lücken in der wissenschaftlichen Erkenntnislage über Bestäuberpräferenzen zu füllen, finanziert Bayer CropScience derzeit eine Bestäuberstudie an der Universität Freiburg. Leiterin dieses akademischen Forschungsprojektes ist Prof. Alexandra-Maria Klein. Sie erläutert, welche Erkenntnisse insbesondere über Wildbestäuber noch ausstehen: „Wir (…) wissen nicht viel darüber, welche Insektenspezies als Bestäuber fungieren bzw. wann genau, und wie sie es tun. Ein weiterer Graubereich ist die Frage, welche Nahrungsquellen vor allem für Wildbienen eine Rolle spielen. Wenn wir herausfinden wollen, wie wir bestimmte Bienengruppen oder -arten schützen können, müssen wir wissen, welche Bestäuber von welchen Pflanzen abhängig ist und umgekehrt.“

Klein ist Professorin für Naturschutz und Landschaftsökologie an der Universität Freiburg. Ihre Forschungsarbeiten befassen sich vor allem mit Ökologie und Bestäuber-Biodiversität in Kulturlandschaften.

Lesen Sie die komplette Pressemitteilung der University of Exeter (Englisch).



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