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Pflanzt mehr Blumen!

Hunger gefährdet die soziale Harmonie im Bienenstock

03. Jul 2015
Honigbienen bestäuben viele der Nahrungsmittel, die wir mögen, doch oftmals haben sie und andere Bestäuber es schwer, ausreichend Nahrung für sich selbst zu finden

Welche Faktoren bestimmen das Verhalten einer Biene: ihr  individueller Sättigungszustand oder das soziale Umfeld?

Die Wissenschaftler Christopher Mayack und Dhruba Naug von der biologischen Fakultät der US-amerikanischen Colorado State University haben sich mit dieser Frage beschäftigt.
 


Sie gewöhnten eine Bienengruppe daran, zwei unterschiedliche Gerüche mit unterschiedlichen Belohnungen zu verbinden:

  • Hinter dem einen Duft verbarg sich eine große Portion Zuckerlösung
  • Der andere Duft war mit einer kleinen Portion  Zuckerlösung verknüpft.


Die Bienen mussten für auf die kleine Portion jeweils eine Sekunde warten, bei der großen Portion betrug die Wartezeit fünf Sekunden. Nach der Verankerung dieser Prämissen wurden die Präferenzen der Bienen in drei Durchgängen getestet: nachdem sie 6, 18 bzw. 24 Stunden gefastet hatten. Das Wissenschaftlerteam setzte die Duftmarken jeweils rechts und links vom Kopf der Bienen und zeichnete auf, ob sie den Weg zum Geruch der kleinen oder großen Portion einschlugen. Die Bienenpräferenz für die kleine, aber prompte Portion nahm mit größerem Hunger zu.

Die Ergebnisse zeigen, dass Honigbienen zur Selbstkontrolle fähig sind, wenn sie ausreichend Nahrung zu sich genommen haben. Je hungriger sie werden, desto impulsiver wird ihr Verhalten. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass die soziale Harmonie eines Bienenvolkes bedroht sein kann, wenn der energetische Zustand der Bienen unter einen Mindestmaß fällt.

Mehr Blumen für Bienen

Seit fast 30 Jahren fördert Bayer die Bienengesundheit. In der jüngsten Vergangenheit hat das Unternehmen unter anderem eine Reihe groß angelegter Kampagnen gestartet, um mehr  Trachtflächen für Bienen und andere Bestäuber zu schaffen.

In den USA hat Bayer im Rahmen der Initiative „Feed A Bee“ mit 50 Organisationen zusammengearbeitet, um Hunderte Hektar Bodendecker als Zwischenkulturen für Bienen zu pflanzen. Das Ziel der Kampagne – in diesem Jahr 50 Millionen Blüten zu pflanzen – wurde weit übertroffen.

In Kanada bietet das Programm „Buzzing Gardens“ (Summende Gärten) kostenlose Saatpäckchen, um Gärten bestäuberfreundlich zu gestalten. Das Programm ist eine gemeinsame Initiative von Landwirten, Imkern und der Agrarbranche. Auch Bayer ist an dieser Initiative beteiligt.

In Europa unterstützt Bayer seit mehreren Jahren die Anpflanzung von bestäuberfreundlichen Blumenfeldern an eigenen Standorten und zusammen mit externen Partnern, um den Nahrungsraum für Bienen und andere Bestäuber zu vergrößern. Die Initiative wurde in Deutschland, Frankreich, Polen und in den Niederlanden angenommen, sodass rund 60 Millionen Blumen angepflanzt wurden.

Wir können alle zur Gesundheit der Bienen beitragen, indem wir Blüten pflanzen: ob im Garten oder auf dem Balkon, jede Blüte zählt.

Der Artikel “Starving honeybees lose self-control“ von Christopher Mayack und Dhruba Naug (auf Englisch) wurde im Journal der Royal Society Biology Letters veröffentlicht.

Außerdem finden Sie die komplette Studie hier.

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