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Gut für Bienen - Gut für Landwirte

Neue Spritztechnologie: weniger Exposition für Bienen, trotzdem wirksam gegen Schädlinge!

19. Dez 2016
Gut für Bienen - Gut für Landwirte

Mehrere Bayer-Mitarbeiter haben kürzlich in Braunschweig an einem Workshop des Julius Kühn-Institutes (JKI) teilgenommen. Thema der Veranstaltung war die Dropleg-Technologie, mit der sich die Pflanzenschutzmittel-Exposition nahrungssuchender Insekten in bestimmten Anbaukulturen senken lässt. Dropleg spritzt nämlich unterhalb der Blütenfläche, während konventionelle Spritzgeräte das Produkt von oben auf die Blüten der Anbaukultur ausbringen. Die Dropleg-Thematik gehörte zu den Fragen, die im Rahmen des deutschlandweiten Kooperationsprojekts „FitBee“ untersucht worden. Die Ergebnisse wurden jetzt im Workshop vorgestellt. Im Zentrum der FitBee-Studie aus den 2010 bis 2015 stand die gesunde, vitale Honigbiene (daher der Name „FitBee“). Ein Modul befasste sich dabei mit der Frage, wie viel Pflanzenschutzwirkstoff in den Bienenstock gelangt, und wie man dies durch landwirtschaftliche Maßnahmen reduzieren kann.

Bayer hatte zusammen mit dem Bieneninstitut der Universität Hohenheim, den Maschinenunternehmen Lechler und Amazone und dem Agrarkonzern Syngenta Forschungsarbeiten unterstützt, die der Frage nachgingen, ob Dropleg bei der Blattapplikation dazu beitragen kann, die Pflanzenschutzmittel-Exposition von Honigbienenvölkern zu senken. Andere Studien in diesem Modul hatten untersucht, ob das Pflanzenschutzmittel – wenn es mit Dropleg gespritzt wird – den Schädling noch wirksam bekämpft und inwieweit Abdriftverluste reduziert werden können.

Imker Peter Trodtfeld, Experte für Bienengesundheit im Bayer Bee Care Center in Monheim, trug die Studienergebnisse zur Exposition der Bienen vor. Die Daten waren über einen Zeitraum von vier Jahren auf dem Bayer-Versuchsgelände erhoben worden. Trodtfeld präsentierte die Resultate mehrerer Rückstandsstudien, die unter quasi-Feldbedingungen an Ölsaatraps durchgeführt wurden. Testsubstanzen waren das Neonikotinoid Thiacloprid und die Wirkstoffe Azoxystrobin und T-Fluvalinate. Tunnelzelte über den Testfeldern sorgten dafür, dass die Bienen im Versuchsfeld blieben. Die Versuchsanordnung simulierte ein Worst-Case-Szenario, da die Bienen ausschließlich auf behandelten Blüten Nahrung suchen konnten.

 
Dropleg technology reduces exposure of bees by spraying crops underneath the flower canopy.

„Dropleg“ spritzt die Anbaukultur unterhalb des Blütendachs und senkt so die Exposition der Bienen.



Pesticide residue analysis studies show reduced colony exposure from  nectar and pollen brought into the hive.

Rückstandsanalysen von Pollen und Nektarproben aus dem Bienenstock zeigen eine geringere Pflanzenschutzmittel-Exposition.

„Die Rückstandsanalysen von Pollen- und Nektarproben aus den Bienenstöcken zeigen, dass sich die Pflanzenschutzmittel-Exposition der Bienenvölker deutlich verringert, wenn die konventionelle Spritzmethode durch die Dropleg-Technologie ersetzt wird“, so Peter Trodtfeld. Alles in allem zeigten sich die Teilnehmer beeindruckt vom Umfang der Forschungsdaten und von den Ergebnissen der Rückstandstests.

Peter Trodtfeld war begeistert von der Atmosphäre im Workshop: „Wir hatten die Möglichkeit, offene und konstruktive Diskussionen zu führen und konnten uns mit anderen über ihre Erfahrungen mit der neuen Dropleg-Technologie austauschen.“

Aus den Workshop-Präsentationen ging hervor, dass die meisten technischen und mechanischen Kinderkrankheiten der Technologie bereits angepackt wurden, so dass Dropleg heute akzeptable Ergebnisse in punkto Pflanzenschutzwirksamkeit in Ölsaatraps hervorbringt. „Wir haben das Fundament gelegt und konnten zeigen, welches Potenzial in dieser Technologie steckt, die Rückstände in den Nektar und Pollenbeständen der Bienenstöcke zu senken“, so Peter Trodtfeld. „Imker schätzen diese positiven Entwicklungen. Jetzt müssen wir auch die Agrarbranche für das Thema sensibilisieren und zeigen, dass die Technologie funktioniert. Denn davon könnten sowohl die Landwirte also auch die Bienen profitieren.“

 

Weitere Informationen

Hier erfahren Sie mehr über die Dropleg-Technologie.

 

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