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Fit für den Winter

Imker Peter Trodtfeld bereitet seine Bienenvölker auf die kalte Jahreszeit vor

06. Okt 2015
Bienenexperte Peter Trodtfeld weiß, dass nur gesunde Bienenvölker den kommenden Winter überleben werden.

Der Herbst löst gerade erst den Spätsommer ab, doch Imker müssen bereits an den Winter denken: Sie haben jetzt alle Hände voll zu tun, ihre Honigbienenstöcke für die nächste Überwinterungszeit einzustellen. „Mit einer guten Vorbereitung kann man seine Bienen fit halten und gut über die kalte Jahreszeit bringen“, sagt Peter Trodtfeld, Bienenexperte und Imker am Bayer Bee Care Center in Monheim. „Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Bienen im Frühjahr wieder ein gesundes Volk bilden können.“
 
Für die Zeit, in der die Honigbienen sich nicht draußen auf Futtersuche begeben können, brauchen sie genügend Futtervorräte. Je nachdem, wie viel Honig sich noch in den Waben befindet, können Imker dann mit Zuckerwasser, Futterteig oder Sirup zufüttern. „Die Herausforderung besteht darin, die richtige Menge zu bestimmen. Nachfüttern ist im Winter nicht ohne weiteres möglich sagt Trodtfeld. Als Imker muss er den Zustand seiner Bienenkolonien genau kennen. Dafür wiegt er sie zum Beispiel und ermittelt die eingelagerte Futtermenge: 16 bis 20 Kilogramm Futter benötigt ein Wirtschaftsvolk für den Winter. Zusätzlich bestimmt Trodtfeld die Anzahl der Individuen pro Bienenstock – auf diese Weise schätzt er ein, wie gesund und stark seine Völker sind. Nur in einem guten Zustand haben sie Chancen, gut über die Wintermonate zu kommen: „Schwache Völker löse ich auf und mache aus zwei schwachen Völkern ein starkes Volk“, erklärt Trodtfeld.
 
Trodtfeld beobachtet vor dem Winter genau, in welchem Zustand seine Bienenvölker sind.Honigbienen müssen auch vor Eindringlingen und Schädlingen sicher sein. Besonders wichtig ist eine effektive Varroa-Behandlung im Spätsommer und Herbst des Jahres. Denn der Parasit kann sich sonst bis zum Winter in den noch vorhandenen Brutzellen der Bienenlarven wieder rasant vermehren und ausbreiten. „Eine Varroa-Behandlung mit Ameisensäure ist in Ländern wie Deutschland im Herbst nicht mehr effektiv genug. Denn nur bei Außentemperaturen über 20 Grad entsteht eine ausreichend hohe Ameisensäurekonzentration in der Stockluft, die auf die Varroa-Milbe wirksam ist“, erklärt der Experte. Den Befall der Milbe kann man auch mit zugelassenen Varroaziden eindämmen und über ein Auffangblech – die sogenannte Varroa-Windel – auswerten. „Die Viren und Krankheiten, die der Parasit möglicherweise vorher übertragen hat, kann ich aber nachträglich nicht mehr stoppen, daher muss die Varroa-Behandlung rechtzeitig erfolgen“, sagt Trodtfeld. Auch vor eindringenden Mäusen muss er die Honigbienen schützen. Denn die machen es sich gerne in dem warmen Bienenstock gemütlich. Dagegen setzt Trodtfeld ein Mäusegitter vor das Einflugloch. Seine Bienenvölker sollen schließlich gesund durch den nächsten Winter kommen.

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