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Einreiseverbot für Killerbienen

Wissenschaftler entwickeln Gentest für die australische Bienenzucht

23. Jul 2015
Neuer Gentest könnte Australien bei der Zucht Varroa-resistenter Honigbienen helfen.

Neuer Gentest könnte Australien bei der Zucht Varroa-resistenter Honigbienen helfen.

Wissenschaftler aus Australien und Kanada arbeiten gemeinsam an einer Lösung für ein interessantes Problem: Wie schafft man es, Bienen mit guten Zuchteigenschaften ins Land zu lassen und gleichzeitig die unerwünschten fernzuhalten? Eine clevere Lösung könnte die Antwort auf diese Frage liefern.

Australien ist in einer beneidenswerten Lage: Als einzige größere Landmasse weltweit ist der Kontinent bisher von der Varroa-Milbe verschont geblieben. Allerdings scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der gefürchtete Schädling sich auch auf diesem Kontinent breit macht und ganze Bienenvölker vernichtet.
Um der drohenden Gefahr einen Riegel vorzuschieben, haben Forscher der Universität Sydney und der kanadischen York University gemeinsam einen Gentest entwickelt, mit dem sich „Killerbienen“ identifizieren lassen.

Da australische Honigbienen der Varroa-Milbe nichts entgegenzusetzen haben, hofft man durch den Import von Honigbienen aus anderen Regionen resistente Bienenvölker züchten zu können. Um keine Bienen mit unerwünschten Merkmalen zu importieren, war die Einfuhr bisher jedoch nur aus einigen wenigen Ländern möglich, in denen es keine Killerbienen gibt.
Das neue, sehr präzise Testverfahren erlaubt es Australien künftig Honigbienen mit Resistenz gegen die Varroa-Milbe auch aus Ländern zu importieren, in denen es Killerbienen gibt, wie beispielsweise die USA, und alle Bienen mit unerwünschten Killerbienengenen zurückzuschicken.

„Dieses Verfahren, mit dem man wünschenswerte und nicht wünschenswerte Bienenarten identifizieren kann, wird von großem Nutzen für Zucht- und Arterhaltungsprogramme in der ganzen Welt sein“, meint Dr. Nadine Chapman von der biologischen Fakultät der Universität Sydney, die für diese Arbeit einen Biosecurity Flagship Award der australischen Forschungsorganisation CSIRO erhielt.

Die Forscherin arbeitet zurzeit mit anderen Kollegen daran, den Gentest kostengünstiger zu machen, da dieser einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit in Australien leisten könnte. Schließlich werden dort landwirtschaftliche Kulturen im Wert von 4 bis 6 Milliarden USD angebaut, die auf die Bestäubung durch Honigbienen angewiesen sind.
Es steht also viel auf dem Spiel, da kommt dieses neue, vielversprechende Verfahren gerade recht.

Lesen Sie hier mehr zum neuen Gentest.


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