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Die Rezeptur von Nektar

Botanikerin erforscht die Zusammensetzung von Bromelien-Nektar

03. Nov 2015
Bromelien wachsen hauptsächlich im Süden der USA und in Südamerika.

Mit ihrem Duft und bunten Farben locken Blütenpflanzen Bestäuber wie Bienen an, die einen wichtigen Beitrag bei der Fortpflanzung des Gewächses leisten. Dr. Gertrud Lohaus untersucht jetzt den wohl wichtigsten Lockstoff von Blütenpflanzen: Nektar. Die Professorin für molekulare Pflanzenforschung und Pflanzenbiochemie an der Universität Wuppertal analysiert in einem gemeinsamen Projekt mit Dr. Michael Schwerdtfeger im Botanischen Garten in Göttingen, wie sich der süße Saft in den Blüten genau zusammensetzt. Die dreijährige Studie wird von der Deutsche Forschungsgemeinschaft mit etwa 180.000 Euro gefördert.
 
Der Nektar könnte Aufschluss über die Symbiose von bestäubenden Insekten wie Bienen, Schmetterlingen und Käfern und Blütenpflanzen geben. „Die biochemische Nektarzusammensetzung ist relativ charakteristisch für eine Pflanzenart, ist jedoch unterschiedlich bei verschiedenen Pflanzenarten“, erklärt Dr. Lohaus. Viele Pflanzen locken mit ihrem süßen Saft den bevorzugten „Pollenvermittler“ gezielt an.
 
Dr. Lohaus untersucht in ihrer Studie den Nektar von Bromelien. Zu diesen Nutzpflanzen gehört unter anderem auch die Ananas. Die Botanikerin will die genaue Rezeptur des Nektars entschlüsseln, und untersucht aus welchen Zuckern, Aminosäuren, Proteinen, organischen Säuren und anorganischen Ionen er sich zusammensetzt. Außerdem erforscht Dr. Lohaus, wo die jeweiligen Inhaltsstoffe herkommen und wie Umweltbedingungen den Nektar möglicherweise mit beeinflussen.
 
Eine Kombination aus diesen verschiedenen Faktoren könnte den verführerischen Effekt von Nektar auf bestäubende Insekten wie Bienen ausmachen. Die Studie soll Aufschluss darüber geben, wie sich Blütenpflanzen ökologisch an ihre Bestäuber angepasst haben.

Lesen Sie die Meldung des Informationsdienstes Wissenschaft und besuchen Sie auch die Website der Molekularen Pflanzenforschung der Bergischen Universität Wuppertal.


Bildquelle: Flickr.
Fotograf: volkersworld unter dieser Lizenz.
 

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