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Die Dosis macht das Gift

Leitfaden räumt mit Fehleinschätzungen auf

15. Jul 2014
Die Dosis macht das Gift

Die Dosis macht das Gift

Für viele Menschen gelten Chemikalien als schlecht und giftig, und wenn Bienen sterben, wird die Chemie an den Pranger gestellt – das scheint manchmal schon fast ein Automatismus zu sein. Der Leitfaden „Making sense of chemical stories“ räumt jetzt mit der Fehleinschätzung auf, dass industriell hergestellte Chemikalien grundsätzlich gefährlich seien.

Eine chemische Substanz lässt sich nicht einfach als “gefährlich” oder “sicher” einstufen, erläutern die Autoren. Es hänge vielmehr immer von der Menge ab. In höherer Dosierung könne eine Chemikalie toxisch sein, während sie unterhalb einer bestimmten Schwelle harmlos – oder sogar nützlich – sein kann. Als Beispiel werden Schmerzmittel angeführt: Eine einzige Tablette hilft, während 50 Tabletten eine schwere Vergiftung zur Folge haben können.

Der Artikel zeigt auf, dass die populäre Haltung, Industriechemikalien in Bausch und Bogen zu verteufeln, jeder Logik entbehrt. Dazu zitieren die Autoren den Toxikologen Andrew Cockburn: „Es ist  wirklich interessant, dass die weitverbreitete Klage über ‚diese vielen synthetischen Chemikalien‘ in krassem Gegensatz steht zu ihrem steigenden Einsatz im häuslichen Lebensumfeld. Beispiele sind die orale Empfängnisverhütung, Mundwasser, Dekormaterial oder Gebrauchsgegenstände wie Handys, Computer und CDs, die mithilfe von synthetischen Chemikalien hergestellt werden.“

Der „Leitfaden für den Lifestyle-Sektor und für alle, die an Chemie-Storys interessiert sind“, wurde von der Organisation „Sense about science“ veröffentlicht. Der gemeinnützige Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, interessierten Menschen „das Rüstzeug an die Hand zu geben, um die wissenschaftlichen und medizinischen Behauptungen in der öffentlichen Diskussion zu verstehen“.

Den kompletten Leitfaden finden Sie hier.

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