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Asiatischer Einwanderer

Vespa velutina: neue Gefahr für Honigbienen?

24. Okt 2014
Vespa velutina ist mittlerweile auch in Deutschland gesichtet worden.

Sie erobert das europäische Festland: Die asiatische Hornissenart Vespa velutina ist 2004 zum ersten Mal an der Atlantikküste Frankreichs aufgetreten – und nun auch in Deutschland gesichtet worden. „Wer davon erfährt, ist vielleicht erst einmal beunruhigt. Denn das Insekt wird häufig mit seiner großen Schwester gleichgesetzt, der Asiatischen Riesenhornisse“, sagt Martin Klatt vom Naturschutzbund (NABU) in einer Pressemitteilung. „Aber tatsächlich ist die nun aufgetauchte Art nur etwa so groß wie unsere heimische Hornisse und für den Menschen nicht gefährlicher.“

Über die Auswirkungen auf das Ökosystem ist sich die Forscherwelt noch uneinig. Die Hornissen jagen und ernähren sich von anderen Insekten – darunter auch Honigbienen. Imker befürchten daher, dass Vespa velutina ihre Bienenvölker gefährdet.

Vespa velutina jagt gezielt heimkehrende Honigbienen

In der Regel sind die Tiere nicht aggressiver als heimische Arten. Allerdings sind sie sehr geschickte Jäger und können sogar rückwärts fliegen.  Vespa velutina jagt gezielt heimkehrende Honigbienen als Beute für die eigene Brut. Ist ein Volk geschwächt, dringt Vespa velutina auch in den Stock ein, frisst Honig und räumt die Brut aus. Um die Hornissen vor dem Eindringen in die Bienenstöcke zu hindern, können Imker Lochgitter am Flugloch anbringen.

Deutsche Insektenforscher interessieren sich vor allem für das Zusammentreffen mit der einheimischen Hornisse. „Für die ist diese neue Art aus Asien ein Konkurrent. Welche Folgen das hat, werden erst die nächsten Jahre zeigen“, sagt Klatt weiter in der NABU-Pressemitteilung. „Umso wichtiger ist es, die weitere Entwicklung sorgfältig zu beobachten.“

Weitere Informationen zu Vespa velutina (Englisch).

Lesen Sie die komplette Pressemitteilung des NABU Baden-Württemberg.

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