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Auf der Jagd nach den Enzymen

Porträt Marion Zaworra

Sie erforscht die Entgiftungsmechanismen von Honigbienen. Marion Zaworra hat einen Master of Science in Biologie und arbeitet jetzt als Doktorandin mit einem Schwerpunkt in der angewandten Forschung bei Bayer. Die zielstrebige Wissenschaftlerin untersucht, wie Honigbienen Pestizide mittels spezifischer Enzyme abbauen.


Porträt Marion Zaworra

Auf einen Blick

„Ich habe hier einen sehr praktischen Bezug zu meiner Forschung.
Wir finden Dinge heraus, die noch keiner weiß und die dazu beitragen können,
die Bienensicherheit von Pflanzenschutzmitteln weiter zu verbessern.“


Marion Zaworra beschäftigt sich mit komplexen Proteinmolekülen im Körper der Honigbiene: den Stoffwechsel-Enzymen. Die sind unter anderem wichtig für den Abbau von Pflanzenschutzmitteln. Mithilfe der Enzyme können Honigbienen einige Chemikalien wie Pflanzenschutzmittel, mit denen sie in Kontakt kommen, entgiften. Andere wirken hingegen toxisch und können zum Tod der Biene führen, wenn sie ihnen in hohen Dosierungen ausgesetzt ist. Die Doktorandin analysiert und charakterisiert im Bayer-Labor, welche dieser Enzyme im Metabolismus von Pflanzenschutzmitteln in der Honigbiene mitwirken. So will sie herausfinden, wie Bienen die Fremdstoffe abbauen, welche Zwischenprodukte – sogenannte Metaboliten – entstehen und wie diese auf den Organismus wirken. Hinter der Arbeit steht das große Projekt „Bee Toxicogenomics“ unter der Leitung von Dr. Ralf Nauen (siehe auch „Auf der Suche nach Schlüssel-Enzymen"). Gemeinsam mit ihren Team-Kolleginnen Dr. Cristina Manjon und Bettina Lüke will Zaworra den Organismus Biene besser verstehen lernen. Die Ergebnisse tragen dazu bei, Pflanzenschutzmittel künftig noch sicherer für Bienen zu machen.

Marion Zaworra

Bienen haben Marion Zaworra schon immer fasziniert. Bei Bayer gefällt ihr die Tatsache, dass ihre Arbeit mit diesen Insekten viele Facetten umfasst: Zusätzlich zu ihren Forschungen im Labor kümmert Zaworra sich auch um die Honigbienen vor Ort und studiert deren Gesundheit. Auf diesem Bild ist zu sehen, wie sie auf der Bodeneinlage aus einem Bienenstock die toten Varroa-Milben zählt und daran den Gesamtbefall im Bienenvolk abschätzt.

Bienen haben Marion Zaworra schon immer fasziniert. Bei Bayer gefällt ihr die Tatsache, dass ihre Arbeit mit diesen Insekten viele Facetten umfasst: Zusätzlich zu ihren Forschungen im Labor kümmert Zaworra sich auch um die Honigbienen vor Ort und studiert deren Gesundheit. Auf diesem Bild ist zu sehen, wie sie auf der Bodeneinlage aus einem Bienenstock die toten Varroa-Milben zählt und daran den Gesamtbefall im Bienenvolk abschätzt.

Seit 2014 promoviert Marion Zaworra an der Universität Bonn und forscht in der Insektentoxikologie bei Bayer. Insekten haben die junge Wissenschaftlerin schon immer fasziniert – bei Bayer untersucht sie jetzt, wie Pflanzenschutzmittel sich auf die Bienen auswirken. Zaworras Arbeitsalltag ist abwechslungsreich: Sie legt Insektenzellkulturen an, macht Enzymund Biotests und widmet sich immer neuen Fragestellungen. Einfach nur zuschauen käme für Zaworra gar nicht in Frage. Sie will etwas vorantreiben und setzt sich über ihren regulären Arbeitstag hinaus mit vollem Engagement ein. Selbst am Wochenende arbeitet sie sich tief in das Thema ein: „Meine Leidenschaft für die Forschung versteht zwar nicht jeder, aber für mich geht es darum, so viel wie möglich zu lernen und mitwirken zu können“, sagt die 26-Jährige. Im Monheimer Labor hat sie die technischen Möglichkeiten, auch aufwendige Experimente durchzuführen.

Im Team fühlt sich die Bienenforscherin gut aufgehoben. „Ich bin stolz, bei so einem wichtigen Projekt mitarbeiten zu dürfen und wirklich etwas zur aktuellen Bienenforschung beizutragen“, sagt die junge Forscherin. Den spürbaren Teamgeist und die große Unterstützung von Dr. Nauen schätzt sie besonders. Parallel zu ihrer Forschungsarbeit in Dr. Nauens Team besucht Zaworra für ihre Doktorarbeit in Agrarwissenschaften auch Kurse an der Universität. Dort wird sie intensiv von Professor Dr. Florian Grundler am Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz betreut. „Unbekanntes erforschen und Entwicklungen vorantreiben: Das sind die Gründe, weshalb ich schon immer Wissenschaftlerin werden wollte“, sagt die Doktorandin. Neben ihrem Drang zur Forschung hat Zaworra auch ein besonderes Faible für Bienen entwickelt: „Ich finde einfach alles an ihnen faszinierend: wie sie ihren Staat bilden, sich organisieren und leben. Wir können von den Insekten viel lernen“, sagt sie. Deswegen hat sie auch das Handwerk des Imkers gelernt und weiß, wie sie die Schützlinge richtig pflegen muss. „Nächstes Jahr möchte ich eigene Bienen zu Hause halten und eigenen Honig ernten“, erklärt die Insektenforscherin. Erst wenn ihr Forschergeist befriedigt ist, widmet sie sich den anderen Dingen des Lebens: Reiten, gemütliche Abende mit Freunden oder Reisen.

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